Eine Sommernacht
Ein neuer viel zu warmer Tag bricht an. Das Jahr dürfte nun den wärmsten Punkt erreicht haben. Welche wunder das ich es soweit geschafft habe, die meisten meiner Freunde sind durch den Wassermangel verdurstet oder haben der Hitze nicht stand halten können. Mein Herr hatte also erneut ein paar Sklaven aus der Nachbarstadt gekauft, doch bevor er wieder kam hatte ich es endlich geschafft mich von der 10 Ellen langen Fessel, die mich aussehen ließ wie einen Hofhund, zu befreien. Wo hin ich ging das wusste ich schon lange nicht mehr anfangs rannte ich, doch als ich das Dorf, weit hinter den Hügeln die es umgaben zurückgelassen hatte, verlangsamten sich meine Schritte. Ich durchquerte einen Wald, viele Wiesen und einen See mit einem kleinen Floß, doch vor kreuzte eine merkwürdige Landschaft meinen Weg. Außen herum sah man eine wunderschöne Fruchtbare Landschaft, dort wuchsen zwischen viel Gestrüpp und ein paar Obstbäumen sogar ein paar, für diese Gegend untypische Blumen. Doch in der Mitte war nichts, als hätte eine Bande Brandstifter sich einen Spaß erlaubt und ein riesiges Loch in die Landschaft gebrannt. Irgendetwas in mir wollte nicht an diesem Ort bleiben, obwohl mir diese Blumen so sehr gefielen. Schnell erntete ich ein paar Früchte für die Weiterreise und machte mich dann auf den Weg. Spät Abends wollte ich gerade einen Unterschlupf zum Schlafen suchen, da viel mir ein größeres Lagerfeuer im Norden auf. Mit Bedacht näherte ich mich der hell flackernden Stelle, ich wusste nun das man keinem Wesen auf der Erde trauen konnte. Keinen unmenschlichen Gestalten, da sie einen immer nur zu gerne in die Irre führten und erst recht keinen Menschen dazu müsste ich mich als eine Haussklavin nicht rechtfertigen. Plötzlich packte mich etwas rau von hinten und zerrte mich nach oben. Ein hässlicher Mann mittleren Alters begutachtete mich wie ein Tier das er gerade gefangen hatte und aus dessen Fell man einen guten Schal machen konnte. Der Geruch von Alkohol stich mir in die Nase und bei genauerem Betrachten stelle ich fest das er zu einer der Banditen gehören musste. Er trug schmutzige Kleidung und viele teuere Waffen. „Was haben wir den hier Schönes, einen guten Fang nenne ich das“ sagte ein Anderer und klopfte dem mit der Alkoholfahne auf die Schulter. Panik machte sich in mir breit. Um nichts in der Welt wollte ich wieder in Gefangenschaft leben. Doch plötzlich versetzte etwas das gesamte Banditenlager in Aufruhr,-Hufgetrappel. Reiter mussten sich nähern. Ich wurde fallen gelassen, alle begaben sich in Angriffsstellung und ich versteckte mich schnell hinter einem kleinen Felsen der aussah, als könne er mir vor dem herannahenden Gefecht Schutz leisten. Doch zu einem richtigen Gefechte sollte es nicht kommen plötzlich war alles still. Nach ein paar Sekunden lugte ich über dem Gestein zu der Menschenmasse vor und es offenbarte sich mir ein eigenartiger Anblick. Die Banditen auf der nördlichen Seite und die Soldaten nord-westlicher Seite machten beide halt vor einem Wesen, dass sich in ihrer Mitte aufgebaut hatte. Sie hielten vor einem Wesen, das in eine schwarze Robe gekleidet war und von der ein kraftvolles Leuchten ausging. Wieso wusste ich nicht, aber irgendwie beruhigte mich dieser Anblick. Was darauf folgte versetzte mich jedoch wieder in entsetzen. Das Wesen ließ sein Schwert, dass ich erkennen konnte stecken, streckte jedoch eine Hand jeweils in einer der Richtungen aus. Die Gesichter der Menschengruppen waren von Angst gezeichnet. Eine solche Kraft ging von diesem Wesen aus, das es mir fast den Atem raubte. Einen Augenblick sah es aus als würde es Kraft in der Handfläche konzentrieren, dann schossen in beide Richtungen kerzengerade Lichtpfeile. Zuerst trafen sie die mittleren beider verfeindeter ------, doch dann dehnte sich die Energie der Pfeile zu einer breiten Kraftwelle aus, die die Erde beben ließ. Meine Hände umklammerten den Fels, sodass ich nicht ausrutschen konnte. Als sich das Beben wieder gelegt hatte schaute ich langsam hervor und sah...Nichts. Alle außer das seltsame Wesen waren verschwunden, als wären sie nie da gewesen. Konnte es sein das diese Energie sie in kleinste Teile zerlegt hatte? Ja, denn das einzige was noch übrig war, waren kleine Häufchen von Asche, die nun vom Sommerwind davon geweht wurden, als wäre es einfacher Sand. All das hätte mich schon längst dazu bewegen müssen das ich meine Beine in die Hand nehme und davonrenne, doch das merkwürdige Gefühl von Beruhigung machte sich wieder in mir breit. Dieser Unbekannte hatte mir, ohne es zu wollen einen großen Gefallen getan. Die Soldaten hätten keine weniger schlimmen Dinge mit mir getan, als die Banditen, dessen war ich mir sicher. Es begeisterte mich schon fast, wie musste es sein sich gegen alle behaupten zu können? Dieser Vermummte dort unten bereitete mir keineswegs Angst, er rief in mir eher so etwas wie ein Vorbild hervor. Langsam fühlte ich mich wie benommen und mein Körper schrie nach Schlaf, was jedoch nicht daran liegen konnte das ich erschöpft war. Ich lehnte mich gegen den Stein und hob müde und unter Anstrengung meinen Kopf etwas, und blickte Ihn an. Er war nun nicht mehr als etwa 8 Fuß von mir entfernt. Einen Schritt noch machte er auf mich zu dann übermannte mich der Drang schlafen zu wollen und ich ließ meinen Kopf wieder sinken. Bevor ich in einen wunderschönen Tiefschlaf fiel, wusste ich: Wer auch immer dieses Geschöpf war, es hatte eine wundervolle Kraft, was mich beeindruckte. Im Schlaf sah ich es vor mir und ein letztes starkes Gefühl übermannte mich. Dankbarkeit.
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